Windows Recall ist eine neue Funktion in Windows 11, mit der Sie alles, was Sie auf Ihrem PC gesehen oder getan haben, schnell wiederfinden und erneut aufrufen können. Das Programm erstellt während Ihrer Arbeit alle paar Sekunden regelmäßige Momentaufnahmen (Screenshots) Ihrer Aktivitäten auf dem Computer. Recall speichert diese Momentaufnahmen lokal auf Ihrem Gerät – das heißt, sie verlassen niemals Ihren Computer und werden nicht an Microsoft oder andere Personen gesendet – und verwendet KI, um Ihnen bei der Suche mit natürlicher Sprache zu helfen. Wenn Sie sich beispielsweise vage daran erinnern, Anfang der Woche etwas über die „Umsatzziele des Unternehmens für das zweite Quartal” gesehen zu haben, sich aber nicht mehr daran erinnern können, wo genau, können Sie dies einfach in Recall eingeben, und es wird Ihnen der genaue Zeitpunkt angezeigt, zu dem Sie es gesehen haben, egal ob in einem Browser, einem Dokument oder einer App.
Sie können nach Text suchen oder sogar beschreiben, was Sie gesehen haben, und Recall findet sowohl Text als auch Bilder, die Ihrer Beschreibung entsprechen. Es ist, als hätten Sie ein fotografisches Gedächtnis für Ihre Computeraktivitäten. Gerätebesitzer sind die einzigen Benutzer, denen Zugriff auf Windows Recall-Daten gewährt wird – diese sind durch Ihre Windows Hello-Anmeldung (Gesicht, Fingerabdruck oder PIN) geschützt.
Ja, Windows Recall ist technisch gesehen für Unternehmens- (Geschäftskunden) von Microsoft verfügbar, jedoch mit einigen wesentlichen Einschränkungen:
Wenn die IT-Abteilung eines großen Unternehmens sich dafür entscheidet, Recall zu aktivieren, gibt es verschiedene Möglichkeiten, wie Teams diese Funktion verantwortungsbewusst nutzen können.
Es gibt viele Gründe dafür, warum Recall in Unternehmenskonten automatisch deaktiviert ist. Im Folgenden sind einige Gründe aufgeführt, warum manche Unternehmen sich dafür entscheiden könnten, dies so zu belassen.
| Funktion | Private Verbraucher-Lizenzen von Microsoft | Microsoft-Lizenzen für Unternehmen |
|---|---|---|
| Standardzustand | Der Benutzer kann aktivieren/deaktivieren | Standardmäßig deaktiviert und entfernt |
| Wer kann aktivieren? | Endnutzer | IT-Administrator (über Richtlinie), dann Opt-in durch Endbenutzer |
| Datenspeicherung | Lokales Gerät | Lokales Gerät |
| Sicherheit | Verschlüsselt, Windows Hello | Zusätzliche Sicherheit, IT-Richtlinienkontrollen |
| Anwendungsfälle | Persönliche Produktivität | Prozessdokumentation, Workflow-Automatisierung, Informationsbeschaffung |
| Datenschutz | Benutzergesteuert | Streng kontrolliert, Zustimmung des Benutzers erforderlich |
Stellen Sie sich Windows Recall als ein leistungsstarkes Suchwerkzeug für Ihren Computer vor, das sich alles merkt, was Sie gesehen haben, auf das aber nur Sie Zugriff haben. Bei großen Unternehmen ist es streng gesichert: Die IT-Abteilung muss es aktivieren, und Sie müssen zustimmen, bevor es funktioniert. Wenn es verwendet wird, kann es Teams helfen, schneller zu arbeiten, ihre Vorgehensweisen zu dokumentieren und verlorene Informationen in Sekundenschnelle wiederzufinden – aber nur, wenn alle mit den Kompromissen in Bezug auf den Datenschutz einverstanden sind.
Wenn Ihr Team sich mit der Frage beschäftigt, wie Windows Recall sicher in die Arbeitsabläufe Ihres Unternehmens integriert werden kann, vereinbaren Sie einen Termin mit US Cloud, um eine durchdachte und sicherheitskonforme Unterstützung zu erhalten, die den Betrieb Ihrer Systeme gewährleistet und Ihre Daten schützt.
Windows Recall ist eine KI-gestützte Funktion in Windows 11 (auf Copilot+-PCs), die automatisch regelmäßig Screenshots Ihrer Aktivitäten erstellt und so ein durchsuchbares Verlaufsarchiv anlegt. Damit können Benutzer mithilfe von Abfragen in natürlicher Sprache nach allem suchen, was sie auf ihrem PC gesehen oder getan haben, und es erneut aufrufen.
Nein, Recall ist standardmäßig auf allen vom Unternehmen verwalteten Geräten deaktiviert und entfernt. IT-Administratoren müssen es explizit über Gruppenrichtlinien aktivieren, bevor Mitarbeiter sich für die Nutzung entscheiden können.
Recall-Daten werden lokal gespeichert und verschlüsselt. Der Zugriff auf Recall erfordert eine Windows Hello-Authentifizierung (Gesicht, Fingerabdruck oder PIN), und die Datenbank wird durch BitLocker oder Windows Device Encryption sowie zusätzliche Schutzmaßnahmen wie Virtualization-Based Security und Trusted Platform Module (TPM) geschützt.
Ja, Recall kann alles erfassen, was auf dem Bildschirm angezeigt wird, einschließlich potenziell sensibler Daten. Microsoft hat Filter implementiert, um die Erfassung von Passwörtern, Kreditkartennummern und Inkognito-Browsersitzungen zu vermeiden, aber diese Filter sind nicht zu 100 % zuverlässig. Unternehmen sollten sich des Risikos der Offenlegung sensibler Daten bewusst sein.
Ja, Benutzer können bestimmte Screenshots, alle Screenshots aus bestimmten Apps manuell löschen oder die gesamte Recall-Datenbank für einen ausgewählten Zeitraum löschen. Wenn Recall durch Richtlinien deaktiviert ist, werden alle zuvor gespeicherten Snapshots vom Gerät gelöscht.
Nein, alle Recall-Daten werden lokal auf dem Gerät gespeichert und verarbeitet. Sie werden derzeit nicht auf Microsoft-Server oder in die Cloud hochgeladen.
Welche Auswirkungen hat die Nutzung von Recall auf den Datenschutz und die Compliance?
Recall kann sensible oder regulierte Daten (z. B. PII, HIPAA, FERPA) erfassen und speichern. Diese Daten unterliegen eDiscovery- und öffentlichen Informationsanfragen, sodass Unternehmen bei der Aktivierung von Recall rechtliche und Compliance-Anforderungen berücksichtigen müssen.
Wenn Mitarbeiter einen Copilot+-PC mit aktivierter Recall-Funktion außerhalb des Unternehmensnetzwerks verwenden, können dennoch sensible Geschäftsdaten erfasst werden. Unternehmen sollten Richtlinien und technische Kontrollen zur Bewältigung dieses Risikos in Betracht ziehen, beispielsweise die Beschränkung des Zugriffs auf sensible Anwendungen oder Daten von privaten Geräten.