Viele Unternehmen finden eine neue Klausel, die besagt, dass sie, wenn ihr Cloud-Verbrauch in einem bestimmten Jahr um 5 % oder mehr steigt, am Ende dieses Jahres eine Anpassung vornehmen müssen.
Zielgruppe: Microsoft-Lieferantenmanagement | IT-Beschaffung und -Sourcing | CIOs von Unternehmen
Kostenkontrolle und Vorhersehbarkeit sind die Marschbefehle für die Beschaffungsteams von Unternehmen im Zusammenhang mit Microsoft Enterprise Agreements (EA) und Unified Enterprise Support-Verträgen.
Die Festlegung von Zinssätzen mit Microsoft schützt vor Inflation und bietet dem Unternehmen besseren Schutz, wenn die Wirtschaft in eine Rezession eintritt.
Microsoft ist ebenso motiviert, Unified-Kunden für drei oder mehr Jahre an sich zu binden, da Alternativen von Drittanbietern zu ihrem Angebot ausgereift sind und Marktanteile gewinnen.
Die neue einheitliche Vertragsklausel besagt, dass bei einem Anstieg des Cloud-Verbrauchs um 5 % oder mehr in einem bestimmten Jahr am Ende dieses Jahres eine Anpassung vorgenommen werden muss.
Diese mehrjährige einheitliche Vertragsformulierung würde es einem Unternehmen ermöglichen, während der Vertragslaufzeit zwei einheitliche Preiserhöhungen zu erhalten und den Vertrag erst nach derdritten einheitlichen Preiserhöhung zu kündigen. Der Zeitpunkt der Einführung dieser Verkaufstaktik ist besonders auffällig, da der Premier Support am 30.06.2022 eingestellt wird, SAB-Gutschriften abgeschafft werden, die Zinsen weiterhin hoch sind und für 2023 eine Rezession droht.
Warum sollte Microsoft diesen Teufel in die Details mehrjähriger Unified-Verträge einführen? Analysten nennen zwei Motive.
1) Anpassungen während der Vertragslaufzeit erhöhen den Umsatz von Unified im aktuellen Geschäftsjahr von Microsoft.
2) Da Alternativen von Drittanbietern zu MS Unified ausgereift sind und Marktanteile gewinnen, kann Microsoft die Abwanderungsrate verlangsamen, indem es Kunden für drei oder fünf Jahre an sich bindet.
Eine klare Ausnahme bildet eine Organisation, die überwiegend vor Ort Microsoft-Lizenzen nutzt und keine Pläne hat, ihre MS-Cloud-Nutzung in den nächsten drei Jahren um mehr als 4 % zu steigern.
Andernfalls sollten Unternehmen besser einen Einjahresvertrag mit Unified abschließen und sich die Option offenhalten, den Microsoft-Unternehmenssupport von Drittanbietern in Betracht zu ziehen, falls die Kosten von Unified in die Höhe schnellen oder die Supportqualität bei Microsoft nachlässt.