Zielgruppe: CIOs und IT-Führungskräfte | Beschaffung, Einkauf und Lieferantenmanagement | Bundes-, Landes- und Kommunalbehörden
Microsoft Premier/Unified Support ist eine wichtige Ressource für Unternehmen und staatliche Beschaffungsverträge (GWAC) wie SEWP und GSA, die personalisierte technische Beratung und Fachwissen von Microsoft bereitstellen, um den Erfolg ihrer Aktivitäten sicherzustellen. Mit der kürzlich erfolgten Einführung des „bedarfsorientierten” Modells von Unified hat die Anzahl der Support-Tickets aus den USA erheblich zugenommen.
Um mit der hohen Nachfrage Schritt zu halten, hat Microsoft den Großteil seines Premier-/Unified-Supports ins Ausland ausgelagert, um maximale Kosteneinsparungen zu erzielen. Das Unternehmen kann so von niedrigeren Arbeitskosten profitieren und auf einen größeren Pool an IT-Fachkräften aus aller Welt zurückgreifen. Auf diese Weise kann Microsoft Unternehmens- und Regierungskunden Problem Resolution Support (PRS) anbieten und die Gewinnmargen seiner Support-Dienstleistungen steigern.
Die ausgelagerten ausländischen Ingenieure des Unified Support von Microsoft sind an ihrer E-Mail-Adresse mit „v-dash” zu erkennen. Dabei handelt es sich um eine eindeutige Kennung, mit der Microsoft und seine Kunden Offshore-Auftragnehmer und Vollzeitmitarbeiter (FTE) von Microsoft leicht identifizieren können. Die E-Mail-Adresse mit „v-dash” wird jedem ausländischen Ingenieur zugewiesen, wenn er dem Outsourcing-Team von Microsoft beitritt, und ermöglicht ihm den Zugriff auf Kundenkontaktdaten, Systemprotokolle und vertrauliche Support-Tickets.
Zwar haben sie Zugang zu mehr IT-Fachkräften, doch gelten für diese Personen nicht dieselben Standards wie für Ingenieure in den USA.
Da sie keine US-Bürger im Sinne von ITAR 120.15 sind, müssen diese im Ausland tätigen Ingenieure nicht dieselben Gesetze und Vorschriften befolgen, die für inländisches Personal gelten. Dies kann zu einer mangelnden Überwachung und einem unzureichenden Schutz der Kundendaten führen.
Das Unternehmensrisikomanagement (ERM) gewinnt für Organisationen, die mit sensiblen Kundendaten umgehen, zunehmend an Bedeutung, insbesondere im Fall von Microsoft Premier/Unified Support. Dies ist auf die inhärenten Risiken zurückzuführen, die mit der Auslagerung von IT-Betriebsabläufen ins Ausland verbunden sind, wo möglicherweise weniger Kontrolle herrscht und die US-Gesetze und -Vorschriften nicht eingehalten werden. Angesichts der zunehmenden Abhängigkeit von Cloud Computing sind Datenhoheit und Compliance nicht mehr nur nette Extras, sondern entscheidend, um auf dem heutigen Markt wettbewerbsfähig zu bleiben. Um ihre Betriebsabläufe zu schützen, müssen Unternehmen sich die Zeit nehmen, ihre ERM-Risiken zu verstehen und eine Strategie zur Minderung dieser Risiken zu entwickeln.
Tausende von Unternehmen, Regierungsbehörden und Rüstungsunternehmen verlangen, dass ihre Daten in den Vereinigten Staaten von Amerika verbleiben. Sie erweitern ihre Anforderungen an die Datenhoheit auch auf ihre IT-Lieferkettenanbieter, um Risiken durch ausländische Wirtschaftsspionage zu mindern. Viele Unternehmen und Regierungsbehörden sind sich entweder nicht bewusst, dass sie durch die Nutzung von Microsoft Premier/Unified Support gegen Vorschriften verstoßen, oder kennen keine brauchbaren Alternativen von Drittanbietern, die mit Microsoft konkurrieren.
Zunächst sollten sie sicherstellen, dass alle Auftragnehmer, die Unterstützungsleistungen erbringen, US-Personen sind und alle geltenden US-Gesetze und -Vorschriften einhalten.
Die US-Bundesregierung ist sich der Bedeutung des Schutzes von Kundendaten bewusst und hat strenge Hintergrundüberprüfungen für Personen eingeführt, die Support-Dienstleistungen für ihre Behörden erbringen. Bei der Auslagerung von Microsoft Enterprise Support-Aktivitäten müssen Unternehmen sicherstellen, dass alle Mitarbeiter eine Hintergrundüberprüfung bestanden haben, um die US-Gesetze und -Vorschriften einzuhalten.
Unternehmen und Behörden sollten außerdem ihr Compliance-Risiko mithilfe eines umfassenden Risikobewertungsprozesses bewerten. Dazu gehört es, potenzielle Ursachen für Verstöße zu identifizieren, die Schwere der Risiken zu bewerten und festgestellte Probleme zu mindern. Darüber hinaus müssen Organisationen sicherstellen, dass sie über geeignete Richtlinien und Verfahren verfügen, um die ordnungsgemäße Verwendung von Kundendaten zu gewährleisten, und überprüfen, dass alle erzeugten Daten innerhalb der USA bleiben.
Diese Unternehmen halten alle geltenden Gesetze und Vorschriften ein und bieten eine sichere Umgebung für die Speicherung von Kundendaten. Außerdem bieten sie einen 24/7/365-Support durch erfahrene Techniker, die für die neuesten Microsoft-Technologien zertifiziert sind. Durch die Zusammenarbeit mit einem dieser Drittanbieter können Unternehmen die Kosteneinsparungen des Outsourcings nutzen und gleichzeitig ihre Anforderungen an Datensicherheit und Compliance erfüllen.
Die Bedeutung des Einsatzes von Support-Technikern aus den USA darf nicht unterschätzt werden. Angesichts der wachsenden globalen Wirtschaft und der zunehmenden Abhängigkeit von Cloud Computing sind Aspekte wie Datenschutz, Sicherheit und Compliance von größter Bedeutung. Durch den Einsatz von Support-Technikern aus den USA können Unternehmen sicher sein, dass ihre Kundendaten innerhalb der Grenzen der Vereinigten Staaten sicher bleiben.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Microsoft Premier/Unified Support für viele Unternehmens- und Regierungskunden ein unverzichtbarer Service ist, der jedoch aufgrund seiner Auslandsaktivitäten mit gewissen Risiken verbunden ist. Durch die Zusammenarbeit mit einem Drittanbieter, der Support-Services mit Sitz in den USA anbietet, können Unternehmen ihre Daten schützen und gleichzeitig von den Kosteneinsparungen durch Outsourcing profitieren. So wird sichergestellt, dass Kundendaten sicher bleiben und alle Gesetze und Vorschriften eingehalten werden, während gleichzeitig die Vorteile der fortschrittlichen Technologie von Microsoft genutzt werden können.